BIG FANTASY The Monument Of Love (1990)

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01) Black Light In A Desolate Landscape >>>>> (RR >>>>>)
02) Summertime >>>>>
03) God, I Want Live >>>>>
04) No Future >>>>>
05) Secret Dream
06) The Monument Of Love >>>>>
07) Sometimes >>>>>
08) Utopia Is Here >>>>>
09) We Never Surrender >>>>>
10) Golden Years >>>>>




Produced & Recorded at BF Studio Dornheim
(26.6.1989 - 19.5.1990).

All songs composed by Mario Höll except song 8 & 9 composed
by Höll / Hassard.

All Lyrics by Mario Höll.

Text Translation by Thomas Schrinner.

Art Direction & Graphics by Mario Höll.

Photos by Josef Höll.

Front cover by Steffen Mikosch.

BIG FANTASY

Mario Höll: Vocals, Keyboards, Piano, E-Cither, Percussion,
Art Direction, Sculptures & Graphics
Mario Hassard: Vocals, Keyboards

Remastered and Re-Designed by Mario Höll in May 2014.

GUESTS

Rainer Bloss: Computersounds; I.M: 3. Hand on the Piano



Mario Höll über "THE MONUMENT OF LOVE"

Während meiner Armeezeit 1988 - 1989 hatte ich Zeit ein paar Ideen auszuarbeiten, ich schrieb Texte und kam ab und zu auch an ein Klavier ran. Inzwischen hatte ich was das musizieren betrifft "Blut geleckt" - ich konnte es bereits nicht mehr lassen. Zuerst komponierte ich ein Klavierstück, in dem ich mir die Zahlen notierte, die die jeweiligen Tasten repräsentierten. Ich brauchte aber immer jemand, der 10 Minuten lang immer eine bestimmte Taste anschlug, immer im Takt - heraus kam das Stück "Secret Dream", das, wie ich finde überhaupt nicht auf das Album paßt, es klingt ein bißchen wie Klassik, während die anderen Stücke sehr experimentell sind. Ich wollte damals rhythmischere, synthesizertypische Musik machen, nur waren die entsprechenden Geräte für uns unerschwinglich. Also kauften wir uns kleine Spielzeugkeyboards, um uns die ewige Bettelei, ob wir wohl mal das eine oder andere Klavier benutzen dürfen, zu ersparen. Beim zweiten Album sprang aber meiner Meinung nach nicht so der Funke über, wie beim ersten. Trotz gleicher Aufnahmetechnik und Herangehensweise fehlte das gewisse Etwas vom Vorgänger. Schuld daran waren wohl auch die Billigkeyboards. Doch ich denke, es liegt mehr daran, daß wir versuchten, so etwas wie "Meditations" noch einmal zu wiederholen. Das einzige Stück, bei dem die Sache aufging, war das Klavierstück "Secret Dream" und vielleicht noch "Black Light...". Das Coverbild hat übrigens der Maler Steffen Mikosch gemalt, genau nach meinen Vorstellungen. "The Monument Of Love" sollte ja ein Konzeptalbum sein, was sich in den Texten und der optischen Gestaltung widerspiegelt. Neu sind auch, wie bereits bei "Meditations" angedeutet, die Begleittexte zu jedem einzelnen Stück, die die Inschriften im Monument darstellen sollen, Dokumente aus längst vergangenen Zeiten, von imaginären Schreibern, die ihre Gedanken in Stein meißelten. Ich hätte mal lieber diese Texte singen sollen, denn die waren weitaus poetischer. Neu war auch die Idee, zu jedem Stück des Albums ein Symbol zu zeichnen, woraus später dann die Diktion "Ein Foto pro Stück" wurde. Ich finde, die optische Seite ist untrennbar mit der Musik verbunden, so kommt man der Idee des Gesamtkunstwerkes einen Schritt näher.


25 Jahre danach (2012):

Nach dem avantgardistischen Debüt 1988 erhielt ich den Einberufungsbefehl zur NVA - mein ehemaliger Nachbar hatte da nachgeholfen, weil ihn unsere mitunter lauten Aufnahmen in der Trabigarage störten. Was er nicht ahnte war, daß ich mich durch die unmenschlichen Bedingungen und das Eingesperrtsein nun erst recht bewogen fühlte, mit der Musik weiterzumachen. Aufnahmen waren in den 18 Monaten nicht möglich, aber ab und zu kam ich an ein Klavier ran und nutzte jede freie Minute, um Texte zu schreiben und ein Konzept zu entwickeln. Der Maler Steffen Mikosch - ein Mitinsasse der Kompanie - malte nach meinen Visionen ein Bild, welches dann als Cover diente. Das grafische Konzept des Albums wurde eines der aufwendigsten und interessantesten bis dato.
Mit dem Heimgang kam auch die Wende und damit plötzlich neue Möglichkeiten. Das Erste, was wir im Westen kauften, waren zwei Minikeyboards für Kinder, denn an echte Synthesizer war finanziell noch nicht zu denken. Die Dinger konnten sogar alleine Spielen, sodaß die Leute im Zug nur so staunten. Wir holten alles nur Erdenkliche aus den Dingern raus, was man auf dem neuen Album "The Monument Of Love" deutlich hören kann, welches dann am 19. Mai 1990 erschien. Neben einem Stück, das noch nach dem Debüt klingt und einem Klavierstück (sehr interessant!) übernehmen die Keyboards hier die Hauptrolle. Das Album ist ein typisches, schwieriges zweites, hat zwar gegenüber den ersten nichts nennenswert Neues zu bieten, gilt aber in der BF-Diskographie als historisch wertvoll, weil es die Umbruchstimmung der Wendezeit auffängt und kritische und interessante Texte (für einen 19-jährigen beachtlich!) bereithält.
Es ist zwar "erst" im nächsten Jahr 25 Jahre her, die Neuveröffentlichung zum Thema "Wende" paßte aber besser in 2014, denn entstanden ist das Album während die Mauer fiel - in einer Zeit des Umbruchs und der neuen Hoffnung in Deutschland. Was daraus geworden ist, muß nicht an dieser Stelle näher erläutert werden. "Das zweite BF-Album jedenfalls ist Avantgarde der Wendezeit in Ton, Text und Bild", so könnte man das Werk kurz umschreiben.



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