Aktuell

Januar 2020


Das neue Album "Voces" erscheint am 20.02.2020.

30 Jahre "The Monument Of Love" - Big Fantasy 1990.


Neuauflage: "Dann steigen mir Farben in die Dunkelheit" - Lyrik.


Also wieder einmal ein Album von BF, es ist das 12. seit 1987, fünf Jahre nach "Tempus" und das vierte unter dem Namen "Balsamfieber".
"Voces", so der Name des neuen Studiowerkes geht wieder neue Wege, ohne aber seitdem geebnete Pfade gänzlich zu verlassen - ein logischer, nächster Schritt sozusagen. Das sollte diesmal kein Konzeptalbum werden, einfach ein paar Lieder sollten es sein. Wie nicht anders zu erwarten, steht aber doch ein kleines Konzept, oder besser eine Geschichte dahinter: Der Protagonist der bereits seit Beginn von Balsamfieber immer wieder auf dem Cover auftaucht, betritt nach langer Reise ein leeres Zimmer. Da er Niemanden findet, mit dem er reden kann, schreibt er kurzerhand seine Gedanken auf eine Wand.
Auf der Platte sind zehn Stücke, die fast alle auf Blues-Formeln aufbauen. Ein Blues-Album,
das gar nicht so sehr danach klingt, stellenweise aber doch. Eine Ein-Mann-Kapelle als Bluesband - der Protagonist spielt hier alle Instrumente selbst, spielt Gitarre, Orgel, Klavier und Schlagzeug und singt Lieder über die Vergänglichkeit des Seins, Zukunftsängste, ein Flüchtlingsdrama, Generationskonflikte, Hornissen und Umweltprobleme - irgendwie also doch Blues. Aber Balsamfieber kopiert nicht einfach, sondern geht das Thema auf ganz eigene Weise an: nämlich unkonventionell, eigenwillig und so noch nicht dagewesen.
Auf "Voces" - der Name führt eine Tradition fort, nämlich dem Album einen lateinischen Namen zu geben; gemeint sind hier Stimmen, die allzuoft ungehört verhallen - ist nichts wie es zunächst scheint: Die meisten Instrumente sind hier ganz zeitgemäß virtuell, so Schlagzeug, Klavier, Orgel, Mellotron, das Studio nebst Mischpult selbst; ein wenig Physical Modeling und Additive Synthese, dazu E-Gitarre und Querflöte und das alles in 432 Hz, was dem Werk einen außerweltlichen und doch zutiefst irdischen, entrückten Klang beschert, meditative Rockmusik mit elektronischen Passagen - trotzdem stets handgemacht - Klänge, in die man eintauchen kann, bestenfalls mit Kopfhörern im Dunkeln. "Voces" - in Tradition aller bisherigen Balsamfieber-Alben - unterhält und entführt den Hörer in vertraute und doch fremde Welten,
in denen man von Mal zu Mal mehr Details entdeckt.

In das neue Album
Reinhören kann man aktuell hier: >>>>>.
Auch gibt es ein
Video von dem Stück "Zerbrochene Schlösser", hier: >>>>>.
Wie immer gibt es
ausführliche Infos zu den einzelnen Liedern und zum Album selbst vom Autor persönlich, hier: >>>>>. Die optische Seite präsentiert sich hier in Form einiger Fotos: >>>>> und das Album als Mp3 in bester Klangqualität nebst Digital-Booklet oder CD kann man hier: >>>>> bestellen.


Die Wende brachte uns also die Möglichkeit, neben den elektronischen Klängen, die wir nun für unsere Musik nutzen konnten, auch auf der optischen Seite des Albums Fortschritte zu machen. Also hatte ich zum Covergemälde ein Booklet für die Kassette gebastelt, welches wir in Nürnberg per Laserkopierer vervielfältigen wollten. Diesmal sollten es mehr als zwei Alben werden. Über der Grenze, schon im Westen, stieg ein Mann in unser Zugabteil, dem natürlich gleich auffiel, daß wir aus dem Osten kommen. Als wir erzählten, was uns umtreibt, schien der Mann plötzlich großes Interesse daran zu haben, wie Musik aus der DDR wohl klingt. Also zeigten wir ihm unsere Kassette mit dem Namen "The Monument Of Love" - Infos aus der Ost-Musikszene aus erster Hand - das klang schon mal interessant! Er versprach sogleich uns durch Nürnberg zu führen und natürlich wollte er eine Kopie des Albums. Und flugs standen wir zum ersten Mal in unserem Leben in einer Art Musikstudio, jedenfalls standen etliche uns unbekannte Apparate darin. Zum Hören des neuen BF-Konzeptalbums war natürlich keine Zeit und so blieb es vorerst bei einer Kassettenkopie für unseren neuen Fan. Der Mann zeigte sich großzügig und finanzierte im Copyshop auch noch unsere Grafiken, bezahlte noch einen Imbiß, dankte für die interessanten Anekdoten aus der Ostmusikszene, von der wir keine Ahnung hatten, gab uns noch ein Zettelchen mit seiner Telefonnummer und war verschwunden.
Nach einigen Tagen, als er sich das Werk zu Gemüte geführt haben würde, sollten wir ihn anrufen. War der geheimnisvolle Mann ein Musikproduzent, würden wir bald reich und berühmt mit unserer neuartigen Musikschöpfung, würden wir das Ding bald richtig im Hightech-Studio neu aufnehmen und dann ab auf Tournee durch den Westen reisen? So ähnliche, reichlich naive Gedanken schwirrten uns im Kopf herum.
Nun kam der Tag heran. Nach etlichen Versuchen ging er endlich ans Telefon, die Spannung stieg ins Unermeßliche, nur um sprunghaft exponentiell wieder abzufallen, wie auf einigen der Lieder der Kassette, die der geheimnisvolle Mann sich tatsächlich angehört hatte. "Ah, die Leute aus dem Osten, nee, das ist nicht so mein Ding", oder Ähnliches sagte er und kurz angebunden. Da fiel keines der Worte wie "epochal", "völlig einzigartig" oder "geniales Konzeptalbum", wovon wir felsenfest überzeugt waren, daß es das wäre.
Das zweite Big Fantasy-Album "The Monument Of Love" entstand zwischen 1989 und 1990 auf einer ORWO-Kassette, aufgenommen mit den eingebauten Mikrophonen eines DDR-Stereo-Kassettenrekorders. Zu hören sind Kinderkeyboards, Pappeimerschlagzeug, ein Atari-Computer, eine Zither, ein Klavier und natürlich unsere "fast" englischen Gesänge, denn Deutsch zu singen war damals extrem uncool. Das Ganze klingt heute vielleicht wie live aus einem Kinderzimmer, aber aus einem sehr avantgardistischen. Man könnte meinen, die Musiker auf dem Album haben noch nie Musik von außerhalb dieses Zimmers gehört und erstmals nie gesehene Musikinstrumente unter die Finger bekommen. Vielleicht gerade deshalb sind das Klavierstück "Secret Dream" und die experimentelleren Stücke einfach einzigartig - nicht nur als Zeitzeugnis zum Thema 30 Jahre "Wende-Kultur" in Deutschland.
Zwei Stücke aus dem Album gibt es hier: >>>>> zu hören und hier: >>>>>.
Weitere Erinnerungen und Infos, sowie die Texte finden sich hier: >>>>>.


Vor sieben Jahren erschien erstmals mein Buch "Dann steigen mir Farben in die Dunkelheit", welches sämtliche Lyrik, die in Zusammenhang mit allen Alben seit 1987 entstand, in einem Gedicht- und Bildband zusammenfaßt. Wie die restlichen drei Bücher, die ich bislang verfaßte, erschien auch dieses bis auf wenige Exemplare nur in digitaler Form. Gerade bei einem Gedichtband ist mir bewußt, daß es da jenseits des romantischen Zeitalters kaum lohnt, allzuviel davon drucken zu lassen. Die Bücher sind ein reines Hobbyprojekt von mir und existieren nur deshalb in physischer Form, weil ich ab und an einmal mit dem Gedanken spielte, eine Lesung zu machen mit Geschichten, Berichten und Gedichten. Vielleicht bekomme ich ja irgendwann einmal die Gelegenheit dazu. Bis dahin ist es leicht möglich, das Buch auf dem neuesten Stand zu halten, also um neue Dichtungen zu ergänzen. Das ist nun mit dem neuen Album geschehen. Hier online gibt es einige Auszüge: >>>>>, einige Bilder, die auch in dem Buch erscheinen gibt es hier: >>>>> und natürlich sind stets sämtliche Texte über die einzelnen Alben zu erreichen, so: >>>>>.

Mario Höll

Kontakt
BALSAMFIEBER.

Cosmic,- Earth- & Art-Music

www.Balsamfieber.de (Startseite >>>>>)



Vorvorige Meldungen >>>>>

Pressemeldungen >>>>>

Über das aktuelle Projekt >>>>>

In Konzert – Die Termine >>>>>

Impressum >>>>>