BF-Studio

Synthese

Einen Klang zu programmieren dauert oft mehrere Stunden (jedenfalls am K5000S oder am Z1). Aber es gibt auch fertige Klänge, die nur leicht angepaßt werden müssen, schließlich braucht man ja auch Standardklangfarben. Vieles entsteht durch Kombination, Schichtung und vor allem durch Veredelung durch spezielle Effekte.

Sequence Remixer

Yamaha RM1x


Sequence Remixer

Yamaha RM1x

32-stimmige
Workstation mit umfangreichem Sequencer, Drumcomputer mit Lauflichtpro-
grammierung, Synthesizer, 3 Effekteinheiten und Echtzeitzugriff


Yamaha RM1x


Der RM1x ist ein komplexes Gerät, eigentlich eine Workstation. Es sind Unmengen Phrasen an Bord und auch ein einfacher Synthesizer mit allerhand Standardklängen, aber nichts Spektakuläres, dafür gibt es ja die Spezalisten. Den Klang würde ich (typisch Yamaha) als sehr transparent, HiFi aber recht digital bezeichnen. Trotzdem hat er eine Art Eigenklang, der Geschmackssache ist. Theoretisch kann man alleine mit der Maschine komplette Stücke zusammenbauen. Sehr gute Effekte sind auch an Bord, die einiges an dem sehr knalligen und harten Klang aufwerten. Wenn man das Filter (Tiefpaß mit Resonanz) etwas schließt klingt es auch nicht mehr so rabiat, so bekommt man auch dezentere Klänge hin. Es gibt 16 Spuren, die man mit Phrasen belegen oder in Echtzeit bespielen kann. So kann man ihn auch als reinen Sequenzer nutzen, der hat auch alle wichtigen Funktionen an Bord und ist nach kurzer Lernphase einfach zu bedienen. Das Programmieren eigener Rhythmen braucht allerdings einiges an Einarbeitungszeit, es gibt unzählige Funktionen und Menüs. Trotzdem kommt man gut zurecht und es läßt sich sehr flexibel arbeiten. Wenn man das vorgefertigte Material im Tempo runterfährt, die Klänge filtert und mit Effekten würzt, erhält man recht eigenständige und skurrile Kompositionen. Auch live läßt sich prima damit arbeiten, alles ist robust verarbeitet und übersichtlich, man kann die Pattern in Echtzeit umschalten und an den Reglern drehen, wo sich zusätzlich 16 interessante Abspieleffekte aufrufen lassen.
Die Maschine hat durch die Unmengen an Phrasen und Samples ein großes Potential, was sich nicht so schnell erschöpfen dürfte, wenn man in die Tiefen geht.

Der RM1x liefert bei Balsamfieber ab 2003 das rhythmische Grundgerüst, gelegentlich auch mal Bässe und Synthesizerklänge, sowie Effekte. Auch live dient er als Steuerzentrale, Drumcomputer und Sequenzer. Zu hören ist er deutlich auf dem Stück "Manifestation der Anmut" (Fallen mit dem Turm) bzw. auf "Prisoner" und "An der Pforte II" (Dong-Ari).


Synthesizer

Quasimidi Sirius



Synthesizer

Quasimidi Sirius

28-stimmiger Synthesizer mit Drumcomputer, Lauflichtprogrammierung, Vocoder und Filterbank, Subtraktive Synthese (Samples) mit Tief- und Hochpaßfilter


Quasimidi Sirius

Der Sirius ist ein vielseitiger Synthesizer mit schnellem Zugriff. Man kommt dank etlicher Regler und Makrofunktionen schnell zum Ziel, auch gibt es einen großen Vorrat an Samples. Einen virtuell analogen Synthesizer ersetzt er allerdings nicht. Naturklänge sind auch nicht drin, stattdessen Unmengen gesampletes, synthetisches Material. Der Klang besitzt durchaus eigenen Charakter und ist angenehm voll und nicht steril. Als rhythmisches Fundament macht er eine gute Figur und ist nicht aufdringlich, es sei denn, man will das. Direkt an Bord ist ein sehr interessanter Vocoder nebst Filterbank, durch die man die interne Klangerzeugung oder auch externe Signale sehr intuitiv und unkomplizert verarbeiten kann. Eigentlich ist das ein ausgeklügeltes Konzept mit vielen guten Ideen, mit dem man elektronische Musik prima machen kann. Alles ist sehr übersichtlich und der Drumcomputer gerade auch durch die gelungene Lauflichtprogrammierung sehr leicht zu bedienen. Daß die Tastatur recht billig ist und keinen Aftertouch hat, kann man noch verschmerzen, man hat oft noch weitere Tastaturen im Einsatz.
Das große Problem bei dem Gerät Made in Germany ist die Software,
die leider nicht stabil läuft. Oft kommt es zu Abstürzen, dann sind alle gespeicherten Daten weg, auch der Tastaturchip ist oft kaputt.

Die Firma (existiert inzwischen nicht mehr) hat das zwar alles anstandslos repariert, aber das Gerät lief einfach nicht zuverlässig, deshalb mußten wir uns leider davon trennen und stattdessen kam dann ein Yamaha RM1x zum Einsatz.

Der Sirius ist zu hören auf dem Album "Desiderium" (Rhythmus, "analoge" Klänge) und bei einigen Stücken bei "Best Of BF", z.B. "Outside" und "Puppets".

32-Spur-Sequenzer

Kawai Q-80

Kawai Q-80

Kawai Q-80


Der Sequenzer ist sehr leicht und logisch zu bedienen und hat eine Menge Möglichkeiten, wenn man mit MIDI arbeitet. Kopieren, Schneiden, Einfügen, Schritt- und Echtzeitaufnahme - alles ist unkomplizert und schnell erledigt. Das ist ein richtig gutes Kompositionswerkzeug, nur die möglichen Ereignisse lassen keine epischen Stücke zu, dazu ist der Speicher etwas zu klein. Er ist aber auch heute noch sehr gut, um kleinere Ideen festzuhalten, z.B. beim Komponieren.

Der Q-80 kam bei BF von 1993 bis 2009 bei fast allen Stücken zum Einsatz, er diente meist als eine Art "Bandmaschienenersatz", weil Mehrspuraufnahmen mit vielen Spuren finanziell nicht realisierbar waren. Deshalb wurden die Grundgerüste der Stücke als MIDI-Arrangements auf mehrere Synthesizer verteilt, die (per MIDI) hintereinandergeschaltet waren. Der Vorteil war zudem, daß man so nachträglich noch einzelne Noten korrigieren, löschen bzw. einfügen konnte, ehe der fertige Mix auf eine Stereospur überspielt wurde.

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