THE BF Roots (1993)

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01) Moth-Balls >>>>>
02) Flying Dreams >>>>>
03) Abstract Pictures Seize My Mind >>>>>
04) The Music In My Ear >>>>>
05) Cruel World >>>>>
06) Cracking Mirror >>>>>
Lookback:
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08) Part 2 >>>>>
09) Part 3
10) Metamorphosis
11) The Last Evening In ... >>>>>
12) A Sunny Smile >>>>>
13) Synapse
Memories Of Past Days:
14) / a) The Departure >>>>>
15) / b) The Way
16) / c) The Arrival




All material composed by BF
September 1992 - July 1993

Recorded and mixed by BF
at BF Studio Dornheim, August 1993
Recording assistent: Torsten Harnos
Design, graphic and photos: Mario Höll
Portraits: Torsten Harnos
Photos of the 60th years: Josef Höll
Text translation: Marc Diloway,
Tobias Zelec, Debora Haak, Thomas Schrinner

Remastered and Re-Designed by Mario Höll, 2013

The BF:

Mario Höll: Vocals, Synthbass, Drums & Percussion, Synthesizers

Mario Hassard: Vocals, Synthbass, Drums & Percussion, Synthesizer



Mario Höll über "ROOTS"

Da mich die Musik der siebziger Jahre mehr und mehr faszinierte, beschloß ich die klanglichen Möglichkeiten, die sich per Synthesizer boten, soweit zurückzuschrauben, daß nur noch die klassische Rockbesetzung also Gitarre, Baß, Schlagzeug und Orgel übrig blieb, das alles natürlich auf synthetischem Wege. Zuvor hatte ich mich ein wenig mit der Songstruktur von Rockmusik vertraut gemacht und die ersten Ergebnisse klangen schon ein wenig rhythmischer. Ich teilte mir mit Mario Hassard die Zeit für das Album ein, also jeder 30 Minuten, und so ging jeder für sich ans Songschreiben. Heraus kamen schließlich eine Hand voll Songs, die sehr nach vergangenen Zeiten klingen, sowie die üblichen ruhigen und auch schrägen Experimentalsachen. Mit "Music In My Ear" gelang mir ein Stück, das strukturell und vom eigens dafür erfundenen Keyboardmäßigen Gitarrespiel die Grundlage für etliche spätere Stücke liefern sollte.
Die Texte befassen sich in recht lockerer Weise (also ohne festgelegtes Konzept) mit den Wurzeln in der Vergangenheit - kleine und große Dinge im Leben. Auch optisch kommen die psychedelischen Siebziger voll zum tragen: Für jedes Stück auf dem Album gibt es ein Foto, was den Text visuell umsetzt. Am Ende gingen wir soweit in unserer Rolle auf, daß ich mir beim Picknick im tief verschneiten Winterwald eine ordentliche Erkältung holte. Musikalisch kam ein recht abwechslungsreiches Werk heraus, bei dem man merkt, daß der Stil nun gefunden ist, und zum ersten Mal stand auf dem Cover nur noch die Abkürzung von "Big Fantasy", was anzeigen sollte, daß auch die Musik eine andere geworden ist. "Roots" war auch ein Album, das wieder ohne fremde Hilfe aufgenommen wurde, jedoch das erste Mal mit Tonband und Mischpult. Ich hätte heute vieles anders gemacht, so klingt die Orgel zum Beispiel sehr penetrant und synthetisch, was das ganze Album recht anstrengend zum Hören macht. Ich glaube, es ist überhaupt das Anstrengendste von BF, denn so Sachen wie "Metamorphosis" und "Synapse" zerren ganz schön an den Nerven.


20 Jahre danach (2013):

Im Zuge der Wiederveröffentlichung aller Frühwerke in gemasterter und neu gestalteter Form und zusätzlich als Mp3-Album, kommen wir zum 1993er Album "Roots". Erstmals mit dem Kürzel "The BF" überschrieben, sollte es ein Neuanfang sein - weg von dem noch mitunter kindlich naiven Avantgarde-Pop, hin zu mehr Tiefgang und mehr Songs. Die unverzichtbaren Synthesizer übernahmen jetzt mehr und mehr Bandfunktionen, d.h., sie simulierten "echte" Instrumente wie Bässe, Gitarren und Orgeln, natürlich wieder handgespielt. Freilich kam auch hier der experimentelle Faktor nicht zu kurz, die Idee hinter dem Konzept war allerdings, einen Zeitsprung in die 70er Jahre zu machen, nicht nur optisch. Es ging darum, zu den eigenen musikalischen Wurzeln zurückzukehren, zu Dingen, die uns bewegt hatten und geprägt. Viele machen da sogenannte "Coveralben". BF hatte aber schon immer eine eigene imaginäre Welt, die es nur zu vertonen galt. Und so begaben wir uns in eine Realität, die wir selbst nicht bewußt miterlebt hatten, schufen somit eine eigene Vergangenheit. Die oft schrägen und mitunter anstrengend penetranten Orgeln und jaulenden Gitarren, der an eine Mischung an Pink Floyd und Philip Boa - jenen damaligen Einflüssen - gemahnenden Neuschöpfung der Vergangenheit, erzeugen eine sehr vielfältige Mischung von Songs und Experimenten, es erinnert an ein Album, das von damals hätte stammen können. Die skurrilen Texte und die scheinbar authentischen Fotos (Picknick im Winterwald mit Radio!) tun ihr Übriges, um den Zuhörer völlig zu verwirren. Ein paar schöne Melodien sind darunter und ein paar geistreiche, fiktive Geschichten (The last Evening in …). Mario Hassard lief teilweise nochmal zur Höchstform auf und Torsten A. Harnos verewigte sich mit dem Schrei (in Cracking Mirror). Beim Mastering konnte ich wieder etliche Feinheiten vom Staub der Vergangenheit (immerhin nun auch 20 Jahre) befreien und die optische Seite ist wieder vom Originalmaterial komplett neu gestaltet. Das Titelbild habe ich mit den originalen Utensilien (wie ich meine eins der schönsten Cover im Katalog) neu fotografiert. Fertig und veröffentlicht wird das Ganze aber erst im August. Damals war es eine spannende Zeit, wieder ein neuer Aufbruch, ich mußte mich mit der ganzen Tontechnik vertraut machen, denn Jens Geerken stand nicht mehr zur Verfügung, selbst Mario Hassard weilte einige Zeit in der Fremde, ich war also oft auf mich allein gestellt und nutzte alle Tricks, um so zu tun, als spielt da eine richtige Band. Das ist es sicher nur zum Teil, was das Werk so einzigartig und auch weltfremd macht, aber genau das ist das Faszinierende daran - nicht wiederholbar!




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